Bericht über unsere Klassenfahrt nach Brüssel
Im Januar 2026 reisten meine Klasse sowie eine weitere Klasse der Landesberufsschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe Villingen-Schwenningen für drei Tage nach Brüssel. Ziel der Klassenfahrt war es, politische Einrichtungen der Europäischen Union kennenzulernen und gleichzeitig praktische Erfahrungen im Service bei einer Gala der Landesvertretung Baden-Württemberg zu sammeln.
Erster Tag – Ankunft, Führung und Freizeit in Brüssel Am Sonntagnachmittag kamen wir gegen 16:00 Uhr an der Landesvertretung Baden-Württemberg in Brüssel an. Nach der Ankunft erhielten wir zunächst einen kleinen Imbiss, um uns von der Reise zu stärken. Anschließend nahmen wir an einer Führung durch die Landesvertretung teil. Dabei erfuhren wir, welche Aufgaben diese Einrichtung übernimmt und wie das Bundesland Baden-Württemberg auf europäischer Ebene vertreten wird. Außerdem wurden wir über den Ablauf der kommenden Tage informiert und in verschiedene Gruppen eingeteilt, da wir beim Neujahrsempfang aktiv im Service mitarbeiten sollten. Am Abend hatten wir noch Zeit, Brüssel selbstständig in kleinen Gruppen zu erkunden. So konnten wir die Stadt besser kennenlernen, etwas essen gehen und erste Eindrücke von der Atmosphäre und den Sehenswürdigkeiten sammeln. Dieser freie Abend war ein schöner Einstieg in die Klassenfahrt.
Zweiter Tag – Stadtführung, Europaparlament und Serviceeinsatz Am Montag begann der Tag mit einer freiwilligen Stadtführung durch Brüssel. Vom JAM Hotel aus liefen wir gemeinsam bis zum Europäischen Parlament und lernten dabei viele Sehenswürdigkeiten sowie die Bedeutung Brüssels als politisches Zentrum Europas kennen. Danach besuchten wir das Europäische Parlament. Dort führten wir ein Gespräch mit einem Vertreter des Parlaments, da der ursprünglich geplante Abgeordnete verhindert war. Wir erhielten spannende Einblicke in die Aufgaben und Arbeitsweise der Abgeordneten. Besonders interessant war außerdem die Erklärung der Dolmetscherkabinen. Uns wurde gezeigt, wie die Übersetzer arbeiten und wie wichtig die Simultanübersetzung ist, damit Abgeordnete aus allen Ländern miteinander kommunizieren können. Das hat uns verdeutlicht, wie international und organisiert das Parlament arbeitet. Nach dem Besuch hatten wir etwa zwei Stunden Freizeit. In dieser Zeit konnten wir essen gehen, uns ausruhen und uns anschließend passend für unseren Serviceeinsatz vorbereiten. Am Nachmittag trafen wir an der Landesvertretung Baden-Württemberg ein. Noch vor dem Imbiss hatten wir die Gelegenheit, ein gemeinsames Foto mit dem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zu machen. Danach stärkten wir uns bei einem kleinen Imbiss und begannen mit den Vorbereitungen für den Abend. Zu Beginn der Veranstaltung fand ein Sektempfang im Schillersaal statt, bei dem wir bereits aktiv im Service eingesetzt waren. Wir begrüßten die Gäste und servierten Getränke. Für den weiteren Abend wurden wir in unterschiedliche Servicegruppen eingeteilt, zum Beispiel für Getränkeservice, Buffetbetreuung oder die allgemeine Gästebetreuung. Während des offiziellen Neujahrsempfangs unterstützten wir tatkräftig im Service. Insgesamt nahmen rund 600 Gäste an der Veranstaltung teil, weshalb Teamarbeit, Organisation und schnelles Arbeiten besonders wichtig waren. Später wurde ein großes Buffet für alle Gäste eröffnet, bei dem wir Speisen und Getränke nachfüllten, auf Sauberkeit achteten und die Gäste freundlich betreuten. Für uns als Auszubildende im Gastgewerbe war es eine besonders wertvolle Erfahrung, bei einer so großen und offiziellen Veranstaltung selbst mitarbeiten zu dürfen. Wir konnten unser Fachwissen praktisch anwenden und viel über Professionalität, Verantwortung und Zusammenarbeit lernen.
Dritter Tag – Rückfahrt und Zwischenstopp am Atomium Am letzten Tag traten wir die Heimreise an. Auf der Rückfahrt legten wir noch einen kurzen Stopp am Atomium ein, einem bekannten Wahrzeichen Brüssels. Dort machten wir gemeinsam Fotos und konnten uns das Bauwerk aus der Nähe ansehen. Danach fuhren wir weiter nach Hause.
Fazit
Die Klassenfahrt nach Brüssel war für mich eine sehr lehrreiche und abwechslungsreiche Erfahrung. Wir konnten politische Einrichtungen wie das Europäische Parlament kennenlernen und gleichzeitig praktische Erfahrungen im Service bei einer Großveranstaltung mit vielen Gästen sammeln. Besonders der aktive Einsatz beim Sektempfang und beim Buffet hat mir gezeigt, wie wichtig Teamarbeit, Organisation und ein professionelles Auftreten im Gastgewerbe sind. Die drei Tage waren eine gelungene Mischung aus Bildung, Praxis und Gemeinschaft und werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Text: Sophie Axt